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18.12.2017

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Justine Ohlhöft

„Gonna try with a little help from my friends” – Die Freundestreffen der Offenen Gesellschaft

Justine berichtet vom Freundestreffen im November 2017 in Hamburg und macht deutlich, warum diese regelmäßigen Zusammenkünfte wichtig für eine offene Gesellschaft sind und die, die sich für sie einsetzen.

Wie schafft man es, eine Bewegung zu starten, die entschieden, kreativ und laut für unsere offene, freiheitliche und plural-demokratische Gesellschaft eintritt? Natürlich nur mit guten Freunden. Um den Freundeskreis zu stärken und größer werden zu lassen, Raum für neue Ideen und Vernetzungsmöglichkeiten zu bieten, gibt es unsere regelmäßigen Freundestreffen – nicht nur in Berlin, sondern auch in Stuttgart, Dresden und kürzlich auch in Hamburg.

Verschiedene Initiativen, Privatpersonen, alte Freunde der Offenen Gesellschaft und auch neue sind an diesem letzten Novemberwochenende in der Zinnschmelze Hamburg zusammengekommen, um gemeinsam Pläne zu schmieden, einander kennen zu lernen, aber natürlich auch um Kraft zu schöpfen. Denn Demokratie zu leben, zu verteidigen und zu stärken macht eben nicht nur eine Menge Spaß, sondern auch ziemlich viel Arbeit. Da kann es helfen, sich in Gesellschaft zu wissen, einen riesigen Freundeskreis um sich zu haben und sich die Gewissheit wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass wir viele sind, die die unsere offene Gesellschaft verteidigen wollen. Nämlich die Mehrheit.

Demokratie zu leben, zu verteidigen und zu stärken macht eben nicht nur eine Menge Spaß, sondern auch ziemlich viel Arbeit.

Wie vielfältig dieses Engagement sein kann, hat uns auch an diesem Abend wieder beeindruckt: Festivals, Poetry Slams, Debatten, persönliche Gespräche an der Haustür. Begegnungen und analoge Gespräche stehen im Fokus eigentlich aller Akteure, genau hierin liegt aber auch die Anstrengung für uns alle. Wir gehen mit Herzblut und Leidenschaft in diese Gespräche und werden direkt mit Reaktionen, Emotionen, Erfolgen, aber auch Misserfolgen konfrontiert.

Während der vielen Dialoge an diesem Abend konnte jeder sofort solche Begegnungen benennen, die ihn positiv oder auch negativ überrascht haben. Damit müssen wir umgehen. Wir müssen lernen, dass wir nicht jede Person mit unserem Engagement mitreißen können und dass wir es nicht immer schaffen werden Denkanstöße zu geben oder Menschen zu mobilisieren. Das ist normal, das ist okay und wir machen trotzdem weiter – oder gerade deswegen.

Zur Autorin:

Justine Ohlhöft ist Regionalbotschafterin der Initiative Offene Gesellschaft in Nordostdeutschland.

Titelbild: © Peter van Heesen

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